Solarflieger: Ohne Abgase um die Welt

August 1, 2016
Fassbender
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Der Solarflieger „Solar Impulse 2“ ist wieder in Abu Dhabi gelandet. Damit hat das Flugzeug seine einjährige Reise um die Erde beendet. Der Schweizer Pilot Bertrand Piccard setzte in Abu Dhabi ein Jahr nach seinem Start ganz sanft auf der Landebahn auf. Das ganze Projekt begann er zusammen mit seinem Kollegen André Borschberg vor fünfzehn Jahren. Die zwei Abenteurer und Wissenschaftler aus der Schweiz wollen mit der Weltumrundung in dem Solarflieger für die Nutzung erneuerbare Energien werben. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon übermittelte seine Glückwünsche, indem er seine „tiefe Bewunderung“ ausdrückte.

In 17 Etappen ging es 43.000 Kilometer rund um den Globus. Das Projektteam war 558 Stunden und sechs Minuten in der Luft. Insgesamt 17.000 Solarzellen auf den Flügeln betrieben den Flieger – damit nutzte er ausschließlich Solarstrom. Batterien als Zwischenspeicher machten Nachtflüge möglich. Mit 72 Metern ist der aus Karbonfasern gebaute Flieger breiter als die meisten Jumbojets, Die Vorbereitungen für das Projekt dauerten mehr als zwölf Jahre. Erstmals sollte ein Mensch mit einem Solarflieger mehr als 100 Kilometer transportiert werden. Dabei sollte es nicht die Luftfahrt revolutionieren, sondern Menschen für die neue Technologie begeistern.

Als er aus dem Cockpit stieg rief Bertrand in einer kleinen Ansprache: „Die Zukunft ist sauber, die Zukunft seid ihr, die Zukunft ist jetzt!“


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